Mobiles Museum Neukölln | Ausgestoßen und verfolgt – Die jüdische Bevölkerung während des Nationalsozialismus in Neukölln

bis auf Weiteres zu sehen in der Helene-Nathan-Bibliothek, Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin

Es liegt in unserer politischen Verantwortung, dass wir die Lehren aus der Geschichte immer und immer wieder an unsere Nachgeborenen weitergeben.

Bezirksstadträtin Karin Korte
bei der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
am 27. Januar 2020

Im Zentrum der Ausstellung „Ausgestoßen und verfolgt – Die jüdische Bevölkerung während des Nationalsozialismus in Neukölln“ stehen Erfahrungen und Schicksalswege von Neuköllner Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die von den Nationalsozialisten als Juden oder „Halbjuden“ diffamiert worden sind. Beginnend mit der im Alltag erfahrenen Ausgrenzung ab 1933 bis hin zur Deportation in Vernichtungslager wie Auschwitz spannt die Ausstellung einen zeitlichen Bogen von 1933 bis 1945. Parallel zu den persönlichen Erfahrungen werden ausgewählte staatliche Gesetze und Verordnungen, die der NS-Staat zur Umsetzung seiner rassistischen Politik angewendet hat, für jedes Jahr aufgelistet.
In einem abschließenden Kapitel der Ausstellung wird Bezug auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland genommen. Damit soll deutlich gemacht werden, auf welche Basis die „Mütter und Väter des Grundgesetzes“ das friedliche und konstruktive Zusammenleben in einem demokratischen Gemeinwesen nach den Erfahrungen der NS-Diktatur gestellt haben. Diese Grundrechte sind bis heute unantastbar und müssen doch immer wieder in der alltäglichen Praxis verteidigt und durchgesetzt werden.


Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre, die speziell für die pädagogische Arbeit mit Schüler*innen geeignet ist.
Kontakt: museumslehrer@museum-neukoelln.de