Rückschau

20. Januar bis 15. April 2018

Nebeltage - 70 Jahre nach der Berliner Luftbrücke
Ein Fotoprojekt von Dagmar Gester

Vernissage: Freitag, 19. Januar 2018 um 19 Uhr

„Es ist der nebligste Winter seit achtzig Jahren […]. Die Luftbrücke tut ihr möglichstes,“ schreibt die Schriftstellerin Ruth Andreas-Friedrich 1948 in ihrem Tagebuch. Über ein Jahr lang versorgten Amerikaner und Briten die Berliner Westsektoren mit lebenswichtigen Gütern.
70 Jahre nach Beginn der Berliner Luftbrücke unternimmt die Fotografin und Journalistin Dagmar Gester eine Bestandsaufnahme des geschichtsträchtigen Ortes am ehemaligen Tempelhofer Flugfeld.
Wechselnde Nutzungskonzepte haben hier ihre Spuren hinterlassen. Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen wie im Nebel. Dagmar Gester nutzt dieses Paradox für ihre Bilderchronik. Daraus entsteht ein persönlicher Blick auf einen der wichtigsten Erinnerungsorte des Kalten Krieges.

Ausstellungsrundgänge mit der Künstlerin
Donnerstag, 8. März, 16:30 Uhr und
Samstag, 7. April, 15:00 Uhr


12. Mai – 30. Dezember 2017

Die Sache mit der Religion

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 11.5.2017, 19 Uhr

Fast die Hälfte der Menschen, die in Neukölln leben, gehört einer Religions-gemeinschaft an. Neben zahlreichen Kirchen und Gebetssälen christlicher Gemeinden gibt es in Neukölln auch 18 Moscheen, zwei Hindu-Tempel und ein buddhistisches Zentrum. Neukölln ist längst ein multireligiöses Gemeinwesen geworden, in dem Menschen verschiedenster Religionen und Konfessionen miteinander leben und im Austausch miteinander stehen. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung gehört allerdings keiner Religionsgemeinschaft an. Unter ihnen gibt es viele, die nicht an die Existenz eines Gottes glauben. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums erforscht das Museum Neukölln gemeinsam mit Schüler*innen den religiösen Alltag im Bezirk.

In acht durchlässigen Themennischen präsentiert die Ausstellung einen vielseitigen Zugang zu den Weltreligionen. In Filmbeiträgen beantworten Expert*innen von Schüler*innen erarbeitete Fragen, die auch im Zusammenhang mit gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Debatten stehen. Religiöse Alltagsobjekte, die zu einem großen Teil in Neukölln erworben wurden, geben einen dinglichen Zugang zur religiösen Praxis der hier lebenden Menschen. Historische Zeugnisse geben Aufschluss über die mitunter lange Tradition religiösen Lebens in Neukölln und zugleich ihre gestiegene Vielfalt in einer offenen Gesellschaft.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Museums Neukölln mit acht Neuköllner Schulklassen der Albert-Einstein-Oberschule, dem Albrecht-Dürer-Gymnasium, dem Campus Efeuweg, der Evangelischen Schule Neukölln sowie der Katholischen Schule St. Marien.

Website zur Ausstellung: www.religion-in-neukoelln.de