Klasse 10, WPU Geschichte
Albrecht-Dürer-Gymnasium, Berlin-Neukölln
Lehrer: Torsten Werner

Projektergebnisse

Klasse 9a
Albert-Einstein-Gymnasium, Berlin-Neukölln
Lehrer: Kadir Sahin

Unser Thema lautete: Muslimisches Leben in Neukölln – zwischen Islam und Dschihadismus. Wir sind eine 31 köpfige Klasse und hatten den Auftrag unser Wissen zum Islam zu erweitern, aber auch mehr über Gefahren der Instrumentalisierung von Jugendlichen durch die Religion zu lernen. Der Islam stellt in Neukölln viele schöne Orte der Begegnung und des Austausches dar und bereichert unseren Bezirk in vielerlei Weise, aber es gibt auch bestimmte Bewegungen und Orte, die die Religion bewusst dazu nutzen, um Jugendliche zu instrumentalisieren. 

Deswegen beschäftigten wir uns zunächst einige Wochen im Ethikunterricht mit dem Thema Islam und den verschiedenen Strömungen und Auslegungen dieser Religion. Zum Beispiel bekamen wir viele Arbeitsblätter, die wir zusammen bearbeiteten.

Außerdem erstellten wir in vierer Gruppen Plakate zu den jeweiligen Strömungen und Konfessionen des Islams, die zu spannenden Diskussionen führten. Jeder hatte seine eigene Meinung und unterschiedliches Wissen, was sehr gut und hilfreich war, denn so haben wir viel voneinander gelernt. Vor allen Dingen haben wir gelernt, dass es nicht einen einzigen Islam, sondern viele verschiedene Richtungen gibt, die den Glauben und unseren Bezirk bereichern.

Besonders zielführend war es, dass eine Gruppe das Thema „Dschihadismus“ und eine Gruppe das Thema „Extremismus“ bearbeitet hat. Dadurch haben wir gelernt, die Grenzen zwischen dem Ausleben einer Religion und verbotenen und extremistischen Tendenzen zu erkennen.

Anschließend besuchten wir das Theaterstück „Shalom-Salam wohin?“. In diesem Theaterstück ging es um eine Liebesgeschichte von zwei komplett unterschiedlichen Menschen. Und zwar einem muslimischen Mädchen und einem jüdischen Jungen. Die Konflikte, die sich entwickelten, kann sich jeder selbst vorstellen. Doch trotz so einem ernsten Thema war es auch lustig, denn an einigen Stellen konnte man sehen, wie überflüssig und problematisch Vorurteile sein können. Vor allen Dingen erschweren Vorurteile das eigene Leben. Gespannt warten wir auf den dritten Teil.

Darüber hinaus haben wir uns im Unterricht die Positionen und Argumentationen von verschiedenen Experten angesehen und über diese sehr lange im Unterricht diskutiert.

Das Ergebnis dieser Diskussionen mündete in die Zusammenstellung von Fragen, die dann einige Schüler und Schülerinnen im Museum Neukölln aufnahmen. Sie erzählten uns wie anstrengend es war, aber dennoch sehr viel Spaß gemacht hat. Im Großen und Ganzen war dieses Projekt sehr spaßig und interessant, denn wir haben über verschiedene Religionen geredet und Neues gelernt. Abschließend können wir sagen, dass das Theaterstück uns gezeigt hat, dass jeder Mensch gleich gut und nett ist, egal welcher Religion oder Nationalität man angehört.

Von Selin

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