Stefan Krawczyk | Eine Konzertlesung.

Der Schriftsteller und Liedermacher Stefan Krawczyk, ein Dissident des SED-Regimes, gestaltet aus Anlass des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung einen Abend mit seinen Liedern und Texten. Geboren in im thüringischen Weida, wächst Krawczyk in der DDR auf. Nach einem musikalischen Studium ist er ab 1980 als freiberuflicher Sänger tätig. Ein Jahr später gewinnt er den Hauptpreis der Chansontage der DDR. 1984 zieht Krawczyk nach Berlin und verfasst mehrheitlich kritische Lieder, in denen er sich gegen die politischen Zustände in der DDR positioniert. Er erhält Berufsverbot und kann nur noch unter dem Schutz der Kirche auftreten. Seine oppositionellen Aktivitäten rücken ihn ins Visier der Staatssicherheit, 1988 wird Krawczyk verhaftet und zur Ausreise in die Bundesrepublik gedrängt. Er lässt sich im Westen Berlins nieder und engagiert sich weiterhin politisch. Als Musiker tritt er u.a. in Nordamerika, Frankreich, Spanien und in Italien auf. 1996 erscheint sein erster Roman „Das irdische Kind.“, dem weitere Veröffentlichungen mit Texten, Prosa und Gedichte folgen. In seinem neuesten Album „Seepferdchen“ (2020), singt Krawczyk Texte von Joachim Ringelnatz.
Der Sänger lebt und arbeitet in Neukölln.

Der Eintritt ist frei.

Das Konzert ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Ausstellung „Großstadt Neukölln. 1920-2020“, welche noch bis zum 4. April 2021 im Museum Neukölln zu sehen ist.

Die Veranstaltung wird unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln in Folge der Corona-Pandemie stattfinden.
Da die teilnehmenden Personen registriert werden müssen, bitten wir vorab um Ihre Anmeldung mit Vor- und Familiennamen, vollständiger Anschrift oder E-Mail sowie Ihrer Telefonnummer unter projekte@museum-neukoelln.de


Foto: © Florian von Ploetz / Museum Neukölln

Zeit:

20. November 2020, 19:00–20:30 Uhr

Ort:

Kulturstall auf dem Gutshof
Alt-Britz 81
12359 Berlin